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Jupiter Dynamic Bond SICAV Fonds-Update: Duration im Portfolio vorerst niedrig gehalten...

von Ariel Bezalel, Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV

Ariel Bezalel, Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV, kommentiert Veränderungen in seinem Portfolio. Hintergrund ist die Aussicht auf eine expansive US-Haushaltspolitik unter einer Regierung Trump, die an den Anleihemärkten für Beunruhigung sorgt.

…während der Markt das Für und Wider von Trumps Wahlsieg abwägt

Nach den US-Präsidentschaftswahlen gerieten die internationalen Anleihemärkte unter erheblichen Druck, da die Investoren versucht haben, sich zunächst ein Urteil über die möglichen Auswirkungen eines Trump´schen Konjunkturprogrammes auf die amerikanische Wirtschaft zu bilden. Verbunden wäre ein solches Programm wahrscheinlich mit erhöhten Infrastrukturausgaben, finanziert durch eine erhöhte Schuldenaufnahme, aggressiven Steuerkürzungen und möglicherweise auch der Aufhebung von kürzlich eingeführten Haushaltsordnungen. Letztere soll US-Unternehmen zur Rückführung im Ausland gehaltener US-Dollar Bestände bewegen. Auch wenn viele Details noch nicht feststehen und eine Reihe politischer Hürden bewältigt werden müssen, könnten diese Schritte der US-Wirtschaft kräftige Impulse verleihen – allerdings werden sie möglicherweise auch der Inflation deutlichen Vorschub leisten.

Die Renditen von US-Staatsanleihen sind entlang des gesamten Fälligkeitsspektrums gestiegen: Die Renditekurve ist steiler geworden und die Break-Even-Inflationsraten sind inzwischen auch deutlich höher. Ähnliche Bewegungen waren bei britischen und deutschen Staatsanleihen zu beobachten. Eine expansivere Haushaltspolitik in Großbritannien und Kontinentaleuropa könnte später noch mehr Öl ins Feuer gießen. Die Schwellenländer-Währungen sind unter Druck geraten. Das gilt besonders für Staaten mit hoher Dollar-Schuldenlast, die von einem stärkeren Protektionismus der neuen Regierung in Washington und der Rückholung von Kapital in die USA am meisten betroffen wären. Solche Entwicklungen wären eindeutig negativ für Länder, deren Außenhandel stark auf die USA ausgerichtet ist, wie China und Mexiko. Russland dürfte dagegen vergleichsweise gut abgeschirmt sein, nicht zuletzt wegen der internationalen Handelssanktionen, auf die es sich in den letzten Jahren einstellen musste. Indiens Wirtschaft wäre dank einer Reihe günstiger inländischer Trends vermutlich ebenfalls nicht sehr stark betroffen.

Verglichen mit den letzten Monaten war das Geschehen an den Märkten geradezu dramatisch und es darf wohl gesagt werden, dass die Wahl von Donald Trump der Federal Reserve die Kontrolle über die Anleihemärkte aus den Händen genommen hat – vorerst zumindest. Janet Yellens Äußerungen vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses bestätigten Mitte November jedoch die mittlerweile bekannte Strategie der US-Notenbank. Die Fed-Chefin deutete eine mögliche Zinserhöhung im Dezember an, hob aber zugleich hervor, dass die weitere Zinsentwicklung in gemächlichem Tempo erfolgen werde und von der Datenlage abhängig sei. Unterdessen stürzte sich auch die Bank of Japan ins Geschehen und bekundete die Bereitschaft, Anleihen in unbegrenzter Höhe zu kaufen. Sie will damit den Markt für japanische Staatsanleihen gegen einen weltweiten Anstieg der Renditen verteidigen. Bis zu einem gewissen Grad sollte dadurch verhindert werden, dass die Renditen von US-Staatsanleihen allzu weit vorpreschen. Für den designierten US-Präsidenten Trump ist dies ein potenziell positiver Faktor, könnte sein Konjunkturprogramm doch ein beträchtliches Emissionsvolumen erforderlich machen.

Veränderungen im Portfolio

Wie kürzlich bereits dargelegt, war unsere Strategie nicht darauf ausgerichtet, vom Sieg des einen oder anderen Lagers bei den US-Wahlen zu profitieren. Wir hatten die Duration im Sommer deutlich gesenkt und zwar von etwa 6 Jahren auf etwas unter 3 Jahre im Oktober. Grund dafür war die Annahme, dass die Geldpolitik wie etwa in den USA, Europa und Japan an ihre Grenzen gestoßen war und stimulative Maßnahmen künftig wohl eher fiskalischer Natur sein werden. Wir kürzten in erster Linie unsere Long-Duration-Position in US-Staatsanleihen und bauten eine Short-Position in deutschen Bundesanleihen im Umfang von rund 10 Prozent des Portfolios auf, als die Bund-Renditen noch ein negatives Vorzeichen hatten.

Für unsere Entscheidung, die Duration zu verringern, spielten die Wahlen in den USA zwar keine Rolle, der Schritt trug aber dazu bei, den Fonds in dieser turbulenten Phase robuster zu machen. Uns ist bewusst, dass die Wertentwicklung eines Fonds über einen so kurzen Zeitraum nur schwer zu beurteilen ist, aber dennoch: In der Woche nach den Wahlen diente unsere Short-Position in deutschen Bundesanleihen als wirksame Absicherung unserer verbliebenen Positionen in australischen, neuseeländischen und US-amerikanischen Staatsanleihen, die unter der Verkaufswelle litten. Unser Portfolio indischer Anleihen zeigte eine gute Performance. Schließlich haben sich auch unsere Positionen in argentinischen Anleihen insgesamt behauptet, wenngleich es bei den längeren Laufzeiten einige Verluste gab. Argentinien profitiert aber weiter von dem hohen Zinsvorteil und die Regierung Macri macht Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Reformpläne.

In den letzten Tagen haben wir die Duration weiter auf 2,2 Jahre reduziert. Dazu wurde das Engagement in langlaufenden australischen Staatsanleihen verringert. Zugleich haben wir die Short-Position in deutschen Bundesanleihen ausgebaut. Des Weiteren haben wir uns bemüht, aus der risikoaversen Stimmung – einer Phase, in der Furcht die Fundamentaldaten überdecken kann – das Beste zu machen, indem wir einige unserer bevorzugten Unternehmensanleihen, darunter Positionen in Goldproduzenten, opportunistisch aufgestockt haben.

www.fixed-income.org  (Foto: Ariel Bezalel, Jupiter)

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